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Simple Gallery Pro auf Android: unsere Erfahrungen mit der werbefreien Fotoverwaltung

Aktualisiert für 2026

Wir haben Simple Gallery Pro über mehrere Wochen auf zwei Android-Handys benutzt und waren ehrlich gesagt schnell verliebt in die Ruhe, die diese App ausstrahlt. Keine Werbung, keine Cloud, kein Konto, kein ständiges Nachfragen nach Berechtigungen. Stattdessen blättert man blitzschnell durch tausende Bilder, versteckt heikle Aufnahmen hinter einer PIN und bezahlt nur einmal statt Monat für Monat. In diesem Praxisbericht zeigen wir, wie die Einrichtung läuft, was die App im Alltag wirklich kann und für wen sich der Umstieg lohnt.

Einrichtung auf Android in wenigen Minuten

Die Installation ist erfreulich unkompliziert. Simple Gallery Pro gibt es als Bezahlversion im Play Store, und wer keinen Cent ausgeben will, findet die gleiche App über den freien Store F-Droid kostenlos, da sie quelloffen ist. Wir haben beide Wege ausprobiert und keinen Unterschied im Funktionsumfang gemerkt.

Nach dem ersten Start fragt die App einmal nach dem Zugriff auf deine Fotos und Videos, danach legt sie sofort los. Es gibt kein Login, keine E-Mail, keine Anmeldung. Im Test waren unsere Ordner nach wenigen Sekunden vollständig eingelesen, auch die rund 8000 Bilder auf dem älteren Gerät. Ein kurzer Abstecher in die Einstellungen lohnt sich trotzdem: Dort kannst du das Farbschema anpassen, Ordner ausblenden und festlegen, ob Videos automatisch abgespielt werden. Wer mag, richtet die App danach als Standardgalerie ein, dann öffnen sich Bilder aus anderen Apps direkt hier.

Die wichtigsten Funktionen im Alltag

Im täglichen Gebrauch überzeugt vor allem das Tempo. Das Durchwischen großer Alben fühlt sich auch auf günstigeren Handys flüssig an, ohne Ruckler oder lange Ladebalken. Die Ansicht lässt sich frei umstellen, vom groben Raster bis zur großen Vorschau, und ein langer Druck auf ein Bild öffnet alle wichtigen Aktionen.

Mit an Bord ist ein erstaunlich brauchbarer Editor. Wir haben Bilder zugeschnitten, gedreht, gespiegelt und mit Filtern versehen, alles direkt in der App und ohne Qualitätsverlust beim Speichern. Dazu kommen ein Papierkorb, der versehentlich gelöschte Fotos auffängt, sowie eine Favoritenfunktion für die schönsten Aufnahmen. Praktisch fand ich auch die Möglichkeit, einzelne Ordner an die Spitze zu heften, sodass Urlaubsbilder oder Screenshots immer oben stehen. Wer rohe Aufnahmen direkt von der Linse organisieren will, kombiniert das gut mit guten Kamera Apps.

Praktische Tipps aus unserem Test

Ein paar Kniffe haben den Alltag für uns deutlich angenehmer gemacht. Erstens lohnt es sich, die Gestensteuerung zu aktivieren. Mit zwei Fingern zoomst du in Sekundenschnelle in ein Foto, und ein Wisch nach oben blendet die Detailinfos wie Aufnahmeort und Dateigröße ein.

Zweitens kannst du Ordner umbenennen und neu sortieren, ohne dass die App deine Originaldateien durcheinanderbringt, denn sie arbeitet direkt mit der Ordnerstruktur auf dem Gerät. Drittens hilft die Funktion, doppelte Aufnahmen aufzuspüren, beim Aufräumen vor allem nach Serienbildern. Und viertens: Lege dir ein eigenes Widget auf den Startbildschirm, das ein bestimmtes Album direkt öffnet. Wer sein Handy zusätzlich entschlacken möchte, findet bei unseren Galerie Apps für Android weitere schlanke Werkzeuge zum Vergleichen.

Berechtigungen, Datenschutz und kleine Schwächen

Beim Datenschutz spielt Simple Gallery Pro ihre größte Stärke aus. Die App verlangt nur den Zugriff auf Medien und verzichtet komplett auf eine Internetberechtigung. Das heißt, sie kann gar keine Daten nach Hause funken, selbst wenn sie wollte. Für alle, die genug von Apps haben, die im Hintergrund Profile sammeln, ist das eine echte Wohltat. Sensible Bilder lassen sich zudem in einem versteckten Bereich ablegen, der per PIN, Muster oder Fingerabdruck geschützt ist.

Ganz ohne Schattenseiten ist die App aber nicht. Eine automatische Gesichts- oder Motiverkennung wie bei Google fehlt, du sortierst also weiterhin von Hand. Wer seine komplette Sammlung in der Cloud sichern und auf mehreren Geräten abgleichen will, ist hier ebenfalls falsch, denn alles bleibt bewusst lokal. Und ein kleiner Wermutstropfen: Die ursprüngliche Simple-Gallery-Reihe wird vom Originalentwickler nicht mehr so aktiv gepflegt wie früher, die Community führt die Idee aber unter dem Namen Fossify weiter.

Gute Alternativen, wenn etwas fehlt

Falls dir der lokale Ansatz zu eng wird, gibt es passende Alternativen. Wer auf automatisches Cloud-Backup und eine starke Suche nach Personen und Motiven setzt, ist mit Google Fotos besser bedient. Wie das ohne Speicherstress funktioniert, beschreiben wir im Beitrag zu Google Fotos auf Android.

Steht bei dir der Schutz privater Aufnahmen ganz oben, lohnt ein Blick auf Apps mit besonders starken Tresorfunktionen. Welche Galerien deine Bilder am zuverlässigsten abschotten, haben wir in unserem Vergleich der sichersten Galerie Apps zusammengetragen. Wer einfach eine direkte Fortsetzung von Simple Gallery sucht, sollte die kostenlose Fossify Gallery testen, sie stammt aus derselben quelloffenen Familie und fühlt sich fast identisch an.

Häufige Fragen

Ist Simple Gallery Pro wirklich komplett werbefrei?

Ja, und das ohne Wenn und Aber. Im gesamten Test ist uns kein einziger Werbebanner und kein Pop-up begegnet. Die App finanziert sich über den einmaligen Kauf im Play Store, über F-Droid ist sie quelloffen sogar kostenlos. Es gibt keine Abos und keine versteckten Zusatzkäufe.

Funktioniert die App auch ohne Internet?

Absolut. Simple Gallery Pro arbeitet komplett offline und verlangt nicht einmal eine Internetberechtigung. Alle Fotos und Videos bleiben auf deinem Android-Gerät. Das ist ideal, wenn du im Flugmodus oder ohne mobile Daten unterwegs bist und trotzdem flott durch deine Bilder blättern willst.

Kann ich private Fotos vor neugierigen Blicken verstecken?

Ja. Die App hat einen versteckten Bereich, in den du heikle Aufnahmen verschiebst. Geöffnet wird er nur per PIN, Muster oder Fingerabdruck. So bleiben sensible Bilder geschützt, selbst wenn jemand kurz dein Handy in die Hand nimmt.

Lohnt sich der Umstieg von der vorinstallierten Galerie?

Für viele schon. Wenn dich Werbung, träge Bedienung oder unnötige Berechtigungen der Standard-App stören, fühlt sich Simple Gallery Pro wie eine Befreiung an. Wer dagegen Wert auf Cloud-Backup und automatische KI-Suche legt, bleibt eher bei Google Fotos oder kombiniert beide Apps.