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Google Duo ist Geschichte: kostenlose Videoanrufe auf Android im Jahr 2026

Google Duo ist Geschichte: kostenlose Videoanrufe auf Android im Jahr 2026
Aktualisiert für 2026-06-26

Wer auf seinem Android-Handy nach Google Duo sucht, findet die App nicht mehr. Google hat Duo in Google Meet überführt, und am 26. Januar 2026 wurde die alte Duo-Anrufebene endgültig abgeschaltet. Beliebte Funktionen wie Klopfen und Videonachrichten sind seitdem weg. Das ist kein Drama, aber es ist mehr als nur ein neuer Name. In diesem Beitrag erklären wir ruhig und ohne Werbesprech, was aus Duo geworden ist, wie kostenlose Anrufe heute in Meet wirklich laufen und welche Apps du nutzen kannst, wenn dir Meet nicht passt.

Was aus Google Duo wurde

Die Geschichte lässt sich in wenigen Schritten erzählen. Duo startete 2016 als schlanke App nur fürs Telefonieren. 2022 begann Google, die App in Google Meet umzubenennen, sodass Duo-Nutzer nach einem Update plötzlich Meet auf dem Homescreen fanden. 2024 wurden auch die Web-Angebote zusammengelegt. Und im Januar 2026 fiel der letzte Schritt: Google hat die sogenannte Legacy-Duo-Calling-Ebene komplett aus Meet entfernt.

Das ist der Punkt, der oft missverstanden wird. Es war eben nicht nur ein Tausch von Name und Symbol. Die alte Duo-Anruferfahrung selbst wurde abgeschaltet und durch die neue Meet-Anruffunktion ersetzt. Wer in den letzten Jahren über Duo telefoniert hat, telefoniert jetzt technisch über etwas anderes, auch wenn die App auf dem Bildschirm vertraut aussieht.

Wichtig und konkret: Der alte Anrufverlauf und die alten Duo-Videonachrichten wurden gelöscht, sofern man sie nicht vorher exportiert hat. Der Weg dafür lief über Einstellungen, dann Anrufeinstellungen (Legacy), dann Legacy-Anrufkonto und schließlich Legacy-Anrufverlauf verwalten. Stichtag war der 26. Januar 2026. Wer diese Frist verpasst hat, kommt an die alten Daten nicht mehr heran. Das klingt hart, ist aber die Realität, und es hilft niemandem, das zu beschönigen. Die Duo-Ära ist damit vorbei.

Für viele wirkt das nach viel Aufhebens um eine kostenlose App. Aber genau hier liegt der praktische Wert dieser Einordnung: Wenn du im Netz auf eine alte Duo-Anleitung stößt oder dich jemand bittet, ihn doch mal eben über Duo anzurufen, weißt du jetzt, warum das ins Leere läuft. Die folgende Zeitleiste fasst die Stationen kurz zusammen.

Zeitleiste von Google Duo 2016 über die Umbenennung in Meet 2022 und den Web-Merge 2024 bis zur Abschaltung der Legacy-Funktionen im Januar 2026 und den heutigen Alternativen Google Meet, WhatsApp, Signal und Telegram.
Zeitleiste: So wurde aus Google Duo die heutige Google-Meet-Anruffunktion, und welche Apps die Lücke schließen.

Wie kostenlose Anrufe heute in Google Meet laufen

Die gute Nachricht zuerst: Kostenlose Video- und Sprachanrufe gibt es weiterhin, nur eben über die neue Meet-Anruffunktion. Für den privaten Gebrauch zahlst du nichts. Eins-zu-eins-Anrufe und Gruppenanrufe sind kostenlos, und bei mobilen Anrufen sowie Eins-zu-eins-Gesprächen gibt es kein Zeitlimit. Wer eine geplante Videokonferenz mit vielen Teilnehmern erstellt, stößt in der kostenlosen Variante irgendwann auf die übliche 60-Minuten-Grenze, aber für ein Gespräch mit Familie oder Freunden spielt das selten eine Rolle.

Anders als zu Duo-Zeiten brauchst du heute ein Google-Konto. Die frühere Möglichkeit, Duo nur mit der Telefonnummer und ganz ohne Konto zu nutzen, gibt es bei der neuen Meet-Anruffunktion nicht mehr. Auf Android meldest du dich also mit deinem Google-Konto an, danach kannst du loslegen. Plattformübergreifend funktioniert es weiterhin: Ein Android-Handy kann ein iPhone anrufen und umgekehrt, solange beide Seiten Meet installiert haben.

Was du dagegen nicht mehr findest, sind die zwei Funktionen, für die viele Duo besonders gemocht haben. Klopfen, im Original Knock Knock, zeigte vor dem Annehmen schon das Live-Videobild des Anrufers. Diese Vorschau ist seit Januar 2026 weg. Die heutige Funktion in Meet, bei der man jemanden in ein Meeting einlässt, ist etwas ganz anderes: Sie regelt nur den Zutritt zu einer Besprechung, sie zeigt kein Live-Bild vor dem Gespräch. Auch die Videonachrichten, mit denen man einer nicht erreichbaren Person einen kurzen Clip hinterlassen konnte, wurden eingestellt. Wir nennen das hier so deutlich, damit du diesen Funktionen nicht hinterherjagst. Sie kommen nicht zurück.

Was es heute gibt, sind die typischen Meet-Werkzeuge: Untertitel in Echtzeit, Bildschirmfreigabe, Chat während des Gesprächs und ein paar Effekte. Für ein normales Telefonat mit Bild reicht das locker. Die Verbindung passt sich bei schwachem Netz automatisch an, damit der Ton möglichst nicht abreißt.

Einrichtung auf Android in wenigen Minuten

Die Einrichtung ist unkompliziert. Du installierst Google Meet aus dem Play Store, öffnest die App und meldest dich mit deinem Google-Konto an. In vielen Fällen ist das Konto ohnehin schon auf dem Gerät hinterlegt, dann genügt ein Tippen zur Auswahl. Anschließend kannst du deine Telefonnummer bestätigen, damit dich Kontakte leichter finden und du Anrufe an Personen aus deinem Adressbuch starten kannst.

Beim ersten Start fragt die App nach Zugriff auf Kamera, Mikrofon und Kontakte. Diese Berechtigungen ergeben Sinn, denn ohne Kamera kein Bild, ohne Mikrofon kein Ton, ohne Kontaktzugriff keine bequeme Namensliste. Wer den Kontaktzugriff nicht erteilen möchte, kann die App trotzdem nutzen, muss dann aber etwas mehr von Hand erledigen. Danach lohnt ein kurzer Testanruf an ein Familienmitglied, um Bild und Ton zu prüfen. In der Regel ist man so in wenigen Minuten startklar.

Ein paar Kleinigkeiten machen den Alltag angenehmer. Wer häufig dieselben Personen anruft, kann sie als Favoriten anheften, dann stehen sie oben in der Liste. Vor einem wichtigen Gespräch lohnt sich ein Wechsel ins WLAN, denn das schont das Datenvolumen und liefert meist das ruhigere Bild. Und ein banaler, aber wirksamer Tipp gegen unscharfe Selbstansicht: Wisch kurz über die Frontkamera, Fett und Staub auf der Linse kosten mehr Bildqualität, als viele denken.

Berechtigungen und mögliche Nachteile

Ein paar offene Worte gehören dazu, gerade weil sich so viel geändert hat. Der wichtigste Punkt zuerst: Die neue Meet-Anruffunktion setzt ein Google-Konto voraus. Wer bewusst kontofrei bleiben möchte, kommt mit Meet nicht weiter, das war zu Duo-Zeiten noch anders. Außerdem braucht die Gegenseite ebenfalls die App. Du kannst also nur jemanden über Meet anrufen, der Meet auch installiert und eingerichtet hat. Das ist ein klassisches Henne-Ei-Problem im Freundes- und Familienkreis.

Zur Verschlüsselung lohnt ein genauer Blick. Die alten Duo-Eins-zu-eins-Anrufe waren Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Bei der neuen, vereinheitlichten Meet-Anruffunktion ist die Lage differenzierter und hängt von der Art des Anrufs ab. Wir würden deshalb nicht pauschal versprechen, dass jeder Anruf automatisch Ende-zu-Ende-verschlüsselt ist. Wenn dir maximale Vertraulichkeit wichtig ist, prüfe das im Einzelfall oder greife zu einer App, die das klar zusichert.

Dazu kommt die Namensverwirrung als praktischer Stolperstein. Viele ältere Anleitungen im Netz beschreiben noch Duo und passen nicht mehr zur heutigen Oberfläche. Wer eine reine Sprach-App ohne enge Google-Bindung sucht, ist mit den besten Internettelefonie-Apps für Android oft besser bedient.

Gute Alternativen, jetzt da Duo weg ist

Weil Duo selbst nicht mehr existiert, ist die Frage nach Alternativen heute der eigentliche Kern. Die gute Nachricht: Auf Google Play gibt es 2026 genug solide Apps für kostenlose Videoanrufe. Welche zu dir passt, hängt davon ab, was dir wichtiger ist, Reichweite oder Datenschutz.

WhatsApp ist die App mit der größten Verbreitung. Fast jeder hat sie, Video- und Sprachanrufe sind kostenlos, und plattformübergreifend klappt es zwischen Android und iPhone. Beachte aber, dass Meta im April 2026 mit WhatsApp Plus ein optionales Abo eingeführt hat, die normalen Anrufe bleiben jedoch kostenlos. Wie sich die Anruffunktionen im Alltag schlagen, haben wir im Vergleich der WhatsApp-Web-Apps für Android ausprobiert.

Signal ist die Empfehlung, wenn dir Privatsphäre besonders wichtig ist. Alle Anrufe und Nachrichten sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt, die App ist kostenlos und finanziert sich über eine Stiftung statt über Werbung. Gruppen-Videoanrufe sind mit bis zu 40 Personen möglich. Telegram ist eine weitere kostenlose Option mit Videoanrufen und sehr großen Gruppen, hier sind Eins-zu-eins-Anrufe verschlüsselt, normale Chats aber nicht standardmäßig.

Und natürlich bleibt Google Meet selbst eine valide Wahl, vor allem wenn du ohnehin im Google-Kosmos unterwegs bist. Telefonieren Freunde oder Verwandte mit dem iPhone, hilft unsere Übersicht der besten FaceTime-Alternativen für Android bei der Auswahl. Einen vollständigen Überblick liefert unsere Sammlung der besten Videoanruf-Apps für Android, und wer breiter stöbern möchte, findet im Bereich Kommunikation weitere passende Empfehlungen.

Häufige Fragen

Gibt es Google Duo 2026 noch?

Nein. Die Marke und die App Duo sind weg. Google hat Duo in Google Meet überführt, und im Januar 2026 wurden die alten Duo-Anruffunktionen vollständig abgeschaltet. Es ist also nicht nur ein neuer Name, die ganze alte Anrufebene wurde entfernt und durch die neue Meet-Anruffunktion ersetzt.

Was ist mit Klopfen (Knock Knock) und den Videonachrichten?

Beide Funktionen sind seit Januar 2026 nicht mehr verfügbar. Klopfen, also die Live-Videovorschau des Anrufers vor dem Annehmen, gehörte zur alten Duo-Ebene und wurde abgeschaltet. Auch die Videonachrichten, mit denen man einen kurzen Clip hinterlassen konnte, wurden eingestellt. Die heutige Einlassfunktion in Meet regelt nur den Zutritt zu einem Meeting, sie ist nicht dasselbe.

Womit telefoniere ich jetzt kostenlos?

Mit Google Meet selbst, sofern du ein Google-Konto hast. Genauso gut funktionieren WhatsApp, Signal oder Telegram, alle kostenlos und auf Google Play erhältlich. Für plattformübergreifende Anrufe zwischen Android und iPhone reicht es, wenn beide Seiten dieselbe App installiert haben.

Sind meine alten Duo-Daten weg?

Ja, sofern du sie nicht bis zum 26. Januar 2026 exportiert hast. Alter Anrufverlauf und alte Duo-Videonachrichten wurden gelöscht. Der Export lief über die Einstellungen unter Anrufeinstellungen (Legacy) und Legacy-Anrufverlauf verwalten. Nach dem Stichtag ist diese Möglichkeit weggefallen.

Funktionieren Anrufe zwischen Android und iPhone?

Ja. Solange beide Seiten Google Meet installiert und eingerichtet haben, spielt das Betriebssystem keine Rolle. Das war schon zu Duo-Zeiten eine Stärke und gilt auch für die neue Meet-Anruffunktion.