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ePA und E-Rezept ab 1. Juli 2026: Was Android-Nutzer mit älteren Handys jetzt wissen müssen

ePA und E-Rezept ab 1. Juli 2026: Was Android-Nutzer mit älteren Handys jetzt wissen müssen
Aktualisiert für 2026-06

Vielleicht hast du die Meldung schon in der App deiner Krankenkasse gesehen: Ab dem 1. Juli 2026 brauchst du für die elektronische Patientenakte (ePA), das E-Rezept und den TI-Messenger ein Smartphone mit mindestens Android 14. Wer ein älteres Gerät mit Android 13 oder darunter nutzt, verliert den Zugang über die App. Das betrifft Millionen Handys in Deutschland, und der Stichtag ist nur noch wenige Wochen entfernt. Die gute Nachricht: Niemand steht ab Juli ohne Rezept oder ohne Zugriff auf seine Gesundheitsdaten da. E-Rezepte lassen sich auch ganz ohne App einlösen, die ePA funktioniert weiter am Computer, und über die Apps vieler Apotheken kannst du Rezepte sogar weiterhin digital verwalten. In diesem Beitrag erklären wir, warum die Sperre kommt, wie du in zwei Minuten prüfst, ob dein Handy betroffen ist, und welche Auswege wirklich funktionieren. Ehrlich, konkret und ohne Panikmache.

Was sich am 1. Juli 2026 konkret ändert

Zum 1. Juli 2026 heben die meisten gesetzlichen Krankenkassen die Mindestanforderungen für ihre Gesundheits-Apps an. Betroffen sind drei Anwendungen: die App für die elektronische Patientenakte, also deinen digitalen Aktenordner für Befunde und Arztbriefe, die E-Rezept-App und der TI-Messenger, ein sicherer Chat fürs Gesundheitswesen. Alle drei laufen ab dann nur noch auf Smartphones mit Android 14 oder neuer. Bei Apple gilt parallel iOS 18 als Untergrenze.

Das ist keine Entscheidung einzelner Kassen, sondern eine breite Umstellung. Die Techniker Krankenkasse informiert ihre Versicherten bereits seit April direkt in der App, die AOK seit Mai, die Barmer folgt ab Ende Juni, wie die Apotheken Umschau berichtet. Wenn bei dir also gerade ein Warnhinweis aufpoppt, ist das kein Phishing-Versuch, sondern ernst gemeint.

Wie viele Menschen das trifft, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Nur etwas mehr als die Hälfte der Android-Geräte in Deutschland läuft derzeit mit Android 14 oder neuer. Der Rest hängt mindestens eine Version zurück, und ein Teil dieser Handys wird vom Hersteller nie ein Update auf Android 14 bekommen. Genau für diese Geräte brauchst du einen Plan, und den liefern wir dir weiter unten.

Warum ältere Handys ausgesperrt werden: BSI-Vorgaben und das Ende von Android 13

Hinter der Sperre steckt keine Willkür der Kassen, sondern eine Sicherheitsregel. Die Apps für ePA, E-Rezept und TI-Messenger hängen an der Telematikinfrastruktur, dem geschützten Datennetz des deutschen Gesundheitswesens. Für dieses Netz macht das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) klare Vorgaben: Die Dienste dürfen nicht auf Betriebssystemen laufen, für die der Hersteller keine Sicherheitsupdates mehr liefert. Nachlesen kannst du das zum Beispiel bei der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein.

Genau dieser Fall ist jetzt eingetreten: Google hat die Sicherheitsupdates für Android 13 Anfang März 2026 eingestellt. Seitdem werden neu entdeckte Lücken in diesem System nicht mehr gestopft. Trotzdem läuft Android 13 noch auf rund 13 Prozent der Geräte im Markt, wie heise online berichtet. All diese Handys gelten aus Sicht des BSI ab sofort als zu unsicher für Gesundheitsdaten.

Man kann das ärgerlich finden, gerade wenn das eigene Handy noch tadellos funktioniert. Inhaltlich ist die Regel aber nachvollziehbar: In der ePA liegen Diagnosen, Medikationspläne und Arztbriefe, also so ziemlich die sensibelsten Daten, die es über dich gibt. Ein System ohne Sicherheitsupdates ist für Angreifer ein leichteres Ziel, und das Risiko trägst am Ende nicht Google, sondern du.

In zwei Minuten geprüft: Welche Android-Version hat dein Handy?

Bevor du dir Sorgen machst, prüfe kurz, wo dein Gerät steht. Der Weg ist auf fast allen Handys ähnlich, nur die Bezeichnungen variieren je nach Hersteller:

  1. Öffne die Einstellungen.
  2. Tippe ganz unten auf Über das Telefon (bei Samsung: Telefoninfo, dann Softwareinformationen).
  3. Suche den Eintrag Android-Version. Steht dort 14, 15 oder 16, bist du auf der sicheren Seite. Steht dort 13 oder weniger, betrifft dich die Umstellung.

Direkt daneben findest du das Datum des letzten Sicherheitsupdates. Verwechsle die beiden Angaben nicht: Ein frisches Patch-Datum hilft dir nichts, wenn die Versionsnummer bei 13 stehen bleibt. Die offiziellen Schritte beschreibt auch Google in der Android-Hilfe.

Wie unterschiedlich das ausgehen kann, zeigt ein Beispiel aus der Praxis: Das Galaxy S20 von 2020 hat sein letztes großes Update mit Android 13 bekommen und ist damit ab Juli draußen. Das nur ein Jahr jüngere Galaxy S21 hat Android 14 erhalten und bleibt dabei. Es lohnt sich also wirklich, nachzuschauen, statt zu raten.

Für die Apple-Seite gilt: Einstellungen, Allgemein, Info. Dort muss iOS 18 oder neuer stehen. Das läuft auf allen iPhones ab dem iPhone XS und XR aus dem Jahr 2018. Ältere Modelle wie das iPhone X oder das iPhone 8 sind bei iOS 16 stehen geblieben und damit betroffen.

Sonderfall Bitmarck: Manche Kassen geben dir bis Ende 2026 Zeit

Eine wichtige Ausnahme gibt es. Hinter den Apps vieler Krankenkassen, vor allem zahlreicher Betriebskrankenkassen (BKK), steht der IT-Dienstleister Bitmarck. Dessen Apps unterstützen Android 13 noch bis Ende 2026. Nach Angaben des Dienstleisters wären dort aktuell rund 11 Prozent der Versicherten betroffen. Erst danach gilt auch bei diesen Kassen Android 14 als Minimum.

Ob deine Kasse dazugehört, findest du am schnellsten heraus, indem du direkt nachfragst, per Telefon oder über das Online-Postfach der Kasse. Auch ein Blick in die App hilft: Die Kassen blenden ihre Fristen derzeit als Hinweis direkt beim Start ein. Verlass dich dabei nicht auf Aussagen aus Foren, denn welche BKK bei welchem Dienstleister ist, ändert sich immer wieder.

Versteh die Gnadenfrist aber richtig: Sie verschiebt das Problem nur um ein halbes Jahr. Wenn dein Handy bei Android 13 festhängt, brauchst du spätestens zum Jahreswechsel ohnehin eine Lösung. Nutze die Zeit lieber für einen geplanten Umstieg statt für einen Panikkauf im Dezember, wenn die Frist abläuft und die Preise rund um Weihnachten unbequem sind.

Erster Ausweg: Prüfen, ob dein Handy doch noch Android 14 bekommt

Nicht jedes Handy mit Android 13 ist ein hoffnungsloser Fall. Viele Geräte ab Baujahr 2021 haben ein Update auf Android 14 erhalten, es wurde nur nie installiert. Das passiert öfter, als man denkt: Die Update-Meldung wurde monatelang weggedrückt, der Speicher war voll oder das WLAN fehlte im entscheidenden Moment.

So gehst du vor:

  1. Hänge das Handy ans Ladegerät und verbinde es mit dem WLAN. Versionssprünge sind oft mehrere Gigabyte groß.
  2. Öffne Einstellungen, dann System, dann Softwareupdate (bei Samsung heißt der Punkt direkt Software-Update) und tippe auf Nach Updates suchen.
  3. Installiere alle angebotenen Updates nacheinander. Manche Hersteller verteilen große Sprünge in Etappen, wiederhole die Suche deshalb nach jedem Neustart.
  4. Schaffe vorher zwei bis drei Gigabyte Platz, falls der Speicher knapp ist. Fotos in eine Cloud oder auf den PC auszulagern reicht meist schon.

Wenn der Hersteller dein Gerät offiziell bei Android 13 beendet hat, führt allerdings kein seriöser Weg weiter. Von Bastellösungen wie alternativen Systemen oder Root raten wir bei Gesundheits-Apps ausdrücklich ab: Diese Apps prüfen beim Start die Integrität des Geräts und verweigern auf veränderten Systemen häufig den Dienst. Dann hast du Aufwand und Risiko, aber am Ende trotzdem keine ePA.

E-Rezept ohne App einlösen: Gesundheitskarte und Papierausdruck

Jetzt zur wichtigsten Beruhigung: Das E-Rezept selbst ist nicht an die App gebunden. Nach dem Arztbesuch liegt es auf einem zentralen Server, und die App ist nur einer von mehreren Wegen, es abzuholen. Die beiden wichtigsten Alternativen funktionieren mit jedem Handy und sogar ganz ohne.

Weg 1: die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Steck deine Gesundheitskarte in der Apotheke einfach ins Kartenterminal. Eine PIN brauchst du dafür nicht. Die Apotheke ruft deine offenen Rezepte direkt vom Server ab und gibt dir die Medikamente mit. Diesen Weg nutzen ohnehin die meisten Versicherten, und er ändert sich am 1. Juli kein bisschen. Die Details erklärt die Verbraucherzentrale in ihren Antworten zum E-Rezept.

Weg 2: der Papierausdruck. Bitte deine Arztpraxis um einen Ausdruck mit dem Rezept-Code. Die Apotheke scannt den Code und löst das Rezept ein. Das ist praktisch, wenn du einen greifbaren Beleg möchtest oder jemand anderes die Medikamente für dich abholt.

Ehrlich gesagt verlierst du ohne App vor allem Komfort: Du siehst von unterwegs nicht, welche Rezepte offen sind, und kannst Medikamente nicht vorab in der Apotheke anfragen. Falls du künftig öfter mit Ausdrucken arbeitest und Ordnung halten willst, digitalisiere sie für deine Unterlagen. Eine gute Scanner-App für Android reicht dafür völlig aus.

CardLink: E-Rezepte per Apotheken-App verwalten, ganz ohne gematik-App

Es gibt einen dritten Weg, der erstaunlich wenig bekannt ist: das eHealth-CardLink-Verfahren. Damit löst du E-Rezepte digital über die App einer Apotheke oder Versandapotheke ein, ohne die offizielle E-Rezept-App und ohne PIN-Eingabe. Du brauchst nur zwei Dinge: ein Smartphone mit NFC, also der Funktechnik fürs kontaktlose Bezahlen, und deine Gesundheitskarte.

Die Einrichtung läuft so ab: App einer teilnehmenden Apotheke installieren, Handynummer per SMS-Code bestätigen und die sechsstellige Kartenzugangsnummer (CAN) eingeben, die vorne auf deiner Gesundheitskarte aufgedruckt ist. Danach hältst du die Karte ans Handy, App und Karte verbinden sich per NFC, und deine offenen E-Rezepte erscheinen in der App. Dort kannst du sie direkt zur Abholung reservieren oder dir liefern lassen.

Der ehrliche Haken: Du bindest dich an eine Apotheke oder einen Versandhändler, und du musst die Karte bei jeder Sitzung neu ans Handy halten. Dafür stellen viele Apotheken-Apps geringere Anforderungen an die Android-Version als die Apps der Krankenkassen. Prüfe vor der Einrichtung im Play Store unter den App-Details, welche Version die jeweilige App verlangt, dort steht es schwarz auf weiß. Für viele Nutzer älterer Geräte ist CardLink damit die bequemste Brücke, bis ein neues Handy ansteht.

ePA ohne Smartphone: Browser, Ombudsstelle und Vertretung

Auch deine Patientenakte ist nicht weg, wenn die App gesperrt wird. Die Daten liegen nicht auf deinem Handy, sondern auf den gesicherten Servern der Telematikinfrastruktur. Gesperrt wird nur einer der Zugänge. Drei Alternativen bleiben dir:

  • Desktop-Zugang im Browser: Die meisten Kassen bieten eine ePA-Anwendung für den Computer an. Die Anmeldung läuft je nach Kasse über deine digitale Identität oder ein Kartenlesegerät mit der Gesundheitskarte. Damit liest du Befunde, lädst Dokumente hoch und verwaltest Freigaben wie in der App.
  • Ombudsstelle deiner Kasse: Jede Krankenkasse betreibt eine Anlaufstelle, über die du auch ohne jede Technik Auskünfte zur Akte bekommst, Widersprüche einlegst und Freigaben regelst. Kontakt findest du auf der Webseite oder im Schreiben deiner Kasse.
  • Vertretung einrichten: Du kannst einer Vertrauensperson mit aktuellem Smartphone Zugriff auf deine Akte geben, etwa dem Partner oder einem erwachsenen Kind. Die Person verwaltet die Akte dann über ihr eigenes Gerät mit.

Plane für die erste Einrichtung am Computer etwas Geduld ein. Ein Verbraucheraufruf des Verbraucherzentrale Bundesverbands, dessen Ergebnisse im Februar 2026 veröffentlicht wurden, zeigt, dass viele Nutzer die Freischaltung der ePA als mehrstufig und wenig intuitiv empfinden und sich unzureichend informiert fühlen, nachzulesen in den Ergebnissen des vzbv. Reserviere dir also einen ruhigen Abend und halte Gesundheitskarte und PIN-Brief deiner Kasse bereit, statt es zwischen Tür und Angel zu versuchen.

Heruntergeladene Befunde und Arztbriefe landen übrigens meist als PDF-Datei auf deinem Gerät. Wenn du sie auf dem Handy ordnen und lesen willst, lohnt ein Blick auf unsere Übersicht der besten PDF-Reader-Apps für Android.

Neues Handy ja oder nein: eine ehrliche Entscheidungshilfe

Bleibt die Frage, ob du wegen der ePA jetzt ein neues Handy kaufen musst. Unsere ehrliche Antwort: wegen der ePA allein nicht, wegen der Sicherheit insgesamt vielleicht schon. Ein Android ohne Sicherheitsupdates ist nicht nur für Gesundheits-Apps ein Risiko, sondern genauso fürs Online-Banking, für PayPal und für deine Mails. Die Sperre der Kassen ist im Grunde nur das erste sichtbare Zeichen dafür, dass dein Gerät aus der Pflege gefallen ist. Was du auf einem älteren Gerät grundsätzlich für die Sicherheit tun kannst, haben wir im Beitrag zur Android-Gerätesicherheit mit kostenlosen Apps zusammengefasst.

Wenn du dich für einen Neukauf entscheidest, achte 2026 vor allem auf zwei Dinge:

  • Update-Zusage des Herstellers: Google und Samsung versprechen für aktuelle Modelle bis zu sieben Jahre System- und Sicherheitsupdates, in der Mittelklasse sind vier bis sechs Jahre inzwischen üblich. Genau diese Angabe entscheidet, wann dich das Thema das nächste Mal einholt. Sie steht im Datenblatt, frag im Laden ruhig gezielt danach.
  • Vorinstallierte Android-Version: Kaufe nichts, was noch mit Android 13 ausgeliefert wird, auch nicht gebraucht zum Schnäppchenpreis. Brauchbare Neugeräte mit Android 14 oder 15 gibt es ab etwa 150 Euro.

Ein Spitzenmodell brauchst du für ePA und E-Rezept nicht. Wichtig ist NFC, das du für CardLink und kontaktloses Bezahlen ohnehin willst, und eben eine lange Update-Versorgung. Auf dem neuen Gerät richtest du die Kassen-App einmal frisch ein. Halte dafür Gesundheitskarte, PIN und deine Zugangsdaten bereit, die Freischaltung läuft auf dem neuen Handy noch einmal von vorn.

Typische Fehler, die du dir sparen kannst

Zum Schluss die Stolperfallen, die uns bei diesem Thema am häufigsten begegnen:

  • Bis zum 1. Juli warten. Dann brauchst du garantiert genau in der Woche ein Rezept, in der die App streikt, und die Hotlines der Kassen sind überlastet. Prüfe deine Android-Version heute, nicht im Juli.
  • Patch-Datum mit Version verwechseln. Ein Sicherheitsupdate vom Februar 2026 klingt beruhigend, nützt aber nichts, wenn darüber Android 13 steht. Entscheidend ist allein die Versionsnummer.
  • Alte App-Dateien aus dem Netz laden. APK-Installationen aus Drittquellen umgehen die Sperre nicht, denn der Zugang wird serverseitig geprüft. Du fängst dir damit höchstens Schadsoftware ein. Wenn du unsicher bist, was auf deinem Gerät längst so läuft, hilft eine seriöse Schutz-App aus unserem Vergleich der besten Antivirus-Apps für Android.
  • Das alte Handy ungeschützt weiternutzen. Übergangsweise ist das in Ordnung, aber sichere es ab: Apps nur noch aus dem Play Store laden, Banking möglichst auf ein aktuelles Gerät umziehen und sensible Apps zusätzlich mit einer App-Sperre schützen.
  • Die Eltern vergessen. Gerade ältere Menschen nutzen oft jahrelang dasselbe Gerät und wischen Warnhinweise reflexhaft weg. Nimm dir fünf Minuten und prüfe die Android-Version auf den Handys deiner Familie gleich mit.
  • In Panik das nächstbeste Handy kaufen. Deine Versorgung mit Medikamenten ist nicht in Gefahr, Gesundheitskarte und Papierausdruck funktionieren immer. Du hast also genug Zeit, in Ruhe ein Gerät mit langer Update-Zusage auszusuchen.

Häufige Fragen

Kann ich ab Juli 2026 ohne App keine Rezepte mehr einlösen?

Doch, problemlos. Das E-Rezept funktioniert unabhängig von der App: Du steckst deine elektronische Gesundheitskarte ohne PIN ins Kartenterminal der Apotheke, oder du lässt dir in der Arztpraxis einen Papierausdruck mit Rezept-Code geben. Gesperrt wird ab dem 1. Juli 2026 nur der App-Zugang auf Geräten mit Android 13 oder älter, nicht das E-Rezept selbst.

Gehen meine Daten in der ePA verloren, wenn die App gesperrt wird?

Nein. Deine Befunde, Arztbriefe und Medikationsdaten liegen nicht auf dem Handy, sondern auf den gesicherten Servern der Telematikinfrastruktur. Du verlierst nur einen Zugangsweg. Über den Browser am Computer, die Ombudsstelle deiner Krankenkasse oder eine eingerichtete Vertretung kommst du weiter an alles heran. Sobald du ein Gerät mit Android 14 nutzt, steht auch die App wieder voll zur Verfügung.

Mein Android 13 hat erst kürzlich ein Sicherheitsupdate bekommen. Reicht das nicht?

Leider nein. Google hat die Sicherheitsupdates für Android 13 Anfang März 2026 offiziell beendet, einzelne Hersteller-Patches ändern daran nichts mehr. Die Krankenkassen verlangen ab dem 1. Juli 2026 die Android-Version 14 als Minimum, unabhängig vom Patch-Datum. Entscheidend ist die Zahl, die unter Einstellungen, Über das Telefon, Android-Version steht.

Welche iPhones sind von der Umstellung betroffen?

Auf der Apple-Seite gilt iOS 18 als Untergrenze. Das läuft auf allen iPhones ab dem iPhone XS und XR aus dem Jahr 2018. Betroffen sind vor allem das iPhone X, das iPhone 8 und ältere Modelle, die bei iOS 16 stehen geblieben sind. Prüfen kannst du deine Version unter Einstellungen, Allgemein, Info.

Meine Krankenkasse hat mir noch keine Warnung geschickt. Bin ich dann nicht betroffen?

Darauf solltest du dich nicht verlassen. Die Kassen informieren zeitversetzt: die Techniker Krankenkasse seit April, die AOK seit Mai, die Barmer erst ab Ende Juni 2026. Bei Kassen, deren Apps der Dienstleister Bitmarck betreibt, darunter viele BKKn, bleibt Android 13 sogar bis Ende 2026 nutzbar. Frag im Zweifel direkt bei deiner Kasse nach, statt auf eine Nachricht zu warten.

Funktioniert das CardLink-Verfahren auch auf meinem alten Handy?

In vielen Fällen ja. CardLink läuft über die Apps von Apotheken und Versandapotheken, und die setzen oft niedrigere Android-Versionen voraus als die Apps der Krankenkassen. Dein Handy braucht zwingend NFC, dazu kommen deine Gesundheitskarte und die darauf aufgedruckte sechsstellige Kartenzugangsnummer (CAN). Die genaue Mindestversion findest du im Play Store in den Details der jeweiligen Apotheken-App.