Beste Tastatur Apps für Android 2026
- Bester Allrounder: Gboard, mit Top-Wischeingabe und treffsicherer Autokorrektur.
- Bester Datenschutz: FlorisBoard, quelloffen und komplett offline.
- Beste KI-Hilfe: Microsoft SwiftKey AI mit eingebautem Copilot zum Umformulieren.
Die Tastatur ist die App, die du den ganzen Tag anfasst, und doch tippen die meisten einfach mit dem, was ab Werk dabei ist. Dabei macht eine gute Tastatur den Unterschied zwischen mühsamem Gewische und flottem, fehlerfreiem Schreiben. Wir haben die beliebtesten Tastaturen über Wochen auf verschiedenen Android-Handys ausprobiert, vom Pixel bis zum Samsung Galaxy. Hier sind die Apps, die im Alltag wirklich überzeugen, ob du Wert auf clevere Vorschläge, Datenschutz oder ein hübsches Design legst. Noch mehr zum Anpassen deines Handys findest du in unserem Bereich Personalisierung.
1. Gboard
Googles Tastatur ist auf vielen Handys vorinstalliert und unser solider Allrounder. Die Wischeingabe gehört zur besten am Markt, dazu kommt eine treffsichere Autokorrektur in vielen Sprachen gleichzeitig. Praktisch sind die eingebaute Suche, GIFs und die schnelle Sprachdiktierfunktion. Im Test überzeugte vor allem das flüssige Gefühl beim Tippen. Die App ist komplett gratis, sammelt aber Nutzungsdaten für Google.
2. SwiftKey
Die Microsoft-Tastatur lernt deinen Schreibstil erstaunlich gut und schlägt nach kurzer Zeit ganze Sätze treffsicher vor. Stark ist sie bei mehrsprachigen Nutzern, denn sie erkennt bis zu fünf Sprachen ohne Umschalten. Die Wischeingabe läuft präzise, und unzählige Designs lassen die Tastatur nach deinem Geschmack aussehen. Sie ist kostenlos und werbefrei, braucht für alle Vorschläge aber ein Cloud-Konto.
3. FlorisBoard
Unser Favorit für alle, die keine Cloud und kein Tracking wollen. Die App ist quelloffen, läuft komplett offline und verlangt keinen Internetzugriff. Im Test fiel das saubere Material-Design auf, dazu eine ordentliche Wischeingabe und freie Layout-Anpassung. Sie ist komplett kostenlos und werbefrei. Wer Datenschutz ernst nimmt, sollte FlorisBoard aus F-Droid unbedingt testen. Sie passt gut zu schlanken, datensparsamen Launcher Apps.
4. Samsung Tastatur
Auf Galaxy-Geräten ist sie ab Werk dabei und oft unterschätzt. Die Wischeingabe ist gut, die Integration mit Galaxy AI bringt Übersetzung und Korrektur direkt in die Tastatur. Praktisch ist die geteilte Ansicht für große Bildschirme und das Tippen mit dem S Pen. Sie ist kostenlos, läuft aber nur auf Samsung-Hardware. Eine runde Wahl, wenn du ohnehin im Samsung-Kosmos unterwegs bist.
5. OpenBoard
Eine schlanke Open-Source-Tastatur für Puristen, die nur tippen wollen, ohne Schnickschnack. Sie basiert auf der quelloffenen Variante von AOSP, läuft offline und braucht keinerlei Berechtigungen außer dem Tastaturzugriff. Das fühlt sich auf älteren oder schwächeren Handys sehr leichtfüßig an. Sie ist gratis und werbefrei. Wischeingabe fehlt zwar, dafür bekommst du eine ehrliche, datensparsame Basis ohne jeden Ballast.
6. Typewise
Typewise bricht mit dem klassischen Layout und setzt auf große, sechseckige Tasten, die das Vertippen spürbar reduzieren. Das wirkt anfangs ungewohnt, geht nach ein paar Tagen aber erstaunlich flott von der Hand. Die App betont, dass alle Daten auf dem Gerät bleiben. Sie ist gratis, ein günstiges Premium-Abo schaltet Themes und Mehrsprachigkeit frei. Ideal für alle, die Tippfehler satt haben.
7. Fleksy
Fleksy galt lange als eine der schnellsten Tastaturen überhaupt und punktet mit Gesten: über Wischen löschst du Wörter oder wechselst die Sprache. Die Oberfläche ist verspielt, mit Themes, GIFs und sogar kleinen Erweiterungen. Im Test war das Tippen angenehm direkt und reaktionsschnell. Die App ist kostenlos. Wer eine bunte, spielerische Tastatur mit Tempo sucht, ist hier genau richtig.
8. Grammarly Tastatur
Wer viel auf Englisch schreibt, bekommt mit Grammarly eine Tastatur, die Grammatik, Kommas und Stil direkt beim Tippen verbessert. Die Vorschläge erscheinen unaufdringlich über der Tastenreihe und lassen sich mit einem Tipp übernehmen. Gerade für Mails und Bewerbungen ist das Gold wert. Die Basis ist gratis, die feineren Stilkorrekturen liegen hinter einem Abo. Ein klarer Tipp für alle, die professionell schreiben.
9. Chrooma Keyboard
Chroomas Markenzeichen ist die Farbe: Die Tastatur passt ihren Farbton automatisch an die App an, die du gerade nutzt, was im Alltag erstaunlich schick aussieht. Darunter steckt eine solide Engine mit guter Wischeingabe und Vorschlägen. Auch ein Nacht-Modus und animierte Themes sind dabei. Die App ist gratis mit optionalem Pro-Upgrade. Schön für alle, denen die Optik genauso wichtig ist wie die Funktion.
10. AnySoftKeyboard
Ein quelloffener Klassiker, der seit Jahren von einer treuen Community gepflegt wird. Über Zusatzpakete lädst du genau die Sprachen und Layouts, die du brauchst, von Deutsch bis zu exotischen Schriften. Sie läuft offline und sammelt keine Daten. Das Design wirkt etwas nüchtern, dafür ist die App extrem konfigurierbar. Komplett gratis und werbefrei. Eine ehrliche Empfehlung für Bastler und Datenschutzbewusste.
11. Microsoft SwiftKey AI
Die neuere KI-Variante von SwiftKey bringt einen eingebauten Copilot, der Texte umformulieren, kürzen oder im Ton anpassen kann, ohne die App zu verlassen. Das ist praktisch, wenn du schnell eine höfliche Antwort formulieren willst. Die bewährte Wischeingabe und das Tippgefühl bleiben unverändert gut. Die App ist kostenlos. Wer KI-Hilfe direkt in der Tastatur möchte, findet hier die bequemste Lösung.
12. Simple Keyboard
Der Name ist Programm: Diese winzige Open-Source-Tastatur bringt nur das Nötigste mit und belegt kaum Speicher. Keine Werbung, kein Tracking, keine Internetberechtigung, dafür ein blitzschnelles Tippgefühl auf jedem Gerät. Sie eignet sich perfekt für alte Handys oder als datensparsame Zweittastatur. Komplett gratis. Wer maximale Schlichtheit und ein ruhiges Gewissen beim Datenschutz will, liegt hier goldrichtig.
Wie du die richtige Tastatur-App findest
Eine Tastatur ist Geschmackssache, aber ein paar Eigenschaften entscheiden im Alltag wirklich darüber, ob das Tippen leicht von der Hand geht. Bevor du dich für eine App festlegst, lohnt es sich, ehrlich zu überlegen, wie und wofür du dein Handy nutzt. Wer den ganzen Tag lange Nachrichten schreibt, hat andere Bedürfnisse als jemand, der vor allem kurze Antworten tippt. Es gibt nicht die eine beste Tastatur für alle, sondern nur die, die zu deinem Tippverhalten passt.
Ein guter Test im Alltag ist einfach: Installiere eine neue Tastatur und nutze sie eine Woche lang konsequent, auch wenn die ersten Tage holprig sind. Erst danach merkst du, ob die Autokorrektur zu deinem Wortschatz passt, ob die Tastengröße stimmt und ob dich Kleinigkeiten stören. Die meisten Tastaturen lassen sich gefahrlos parallel installieren, und du kannst jederzeit zur alten zurückwechseln.
Wischeingabe
Bei der Wischeingabe ziehst du mit dem Finger ohne Absetzen über die Buchstaben, statt jede Taste einzeln anzutippen. Das ist mit einer Hand oft deutlich schneller. Nicht jede Tastatur kann das gleich gut, und manche reinen Tipp-Apps verzichten bewusst ganz darauf. Probiere ruhig ein paar Tage, ob dir das Wischen liegt. Manche Menschen werden damit nie warm und tippen lieber klassisch Taste für Taste, und das ist völlig in Ordnung. Wenn du oft lange Wörter oder Fachbegriffe schreibst, achte darauf, wie zuverlässig die App diese erkennt, denn hier zeigen sich die größten Unterschiede.
Vorhersage und Autokorrektur
Gute Vorhersage schlägt dir das nächste Wort vor und korrigiert Vertipper, bevor sie stören. Damit das gut funktioniert, lernt die Tastatur in der Regel aus dem, was du schreibst. Hier beginnt schon das Spannungsfeld zwischen Komfort und Datenschutz: Je mehr eine Tastatur über deinen Schreibstil weiß, desto treffsicherer wird sie, aber desto mehr verarbeitet sie auch. Achte darauf, ob das Lernen lokal auf dem Gerät passiert oder ob dafür ein Konto in der Cloud nötig ist. Eine zu aggressive Autokorrektur kann übrigens nerven, etwa wenn sie ständig Namen oder Dialektwörter verschlimmbessert. Prüfe, ob du einzelne Wörter zum persönlichen Wörterbuch hinzufügen und die Korrektur bei Bedarf abschwächen kannst.
Layouts und Sprachen
Wenn du in mehreren Sprachen schreibst, ist eine Tastatur praktisch, die mehrere Sprachen gleichzeitig erkennt, ohne dass du umschalten musst. Achte außerdem auf das Layout, also QWERTZ, QWERTY oder etwas anderes, und ob du zusätzliche Reihen für Zahlen oder häufige Zeichen einblenden kannst. Wer viel Code oder Sonderzeichen tippt, profitiert von frei anpassbaren Layouts, wie sie quelloffene Tastaturen oft bieten. Praktisch ist auch eine eigene Zahlenreihe am oberen Rand, die dir das ständige Umschalten in die Symbolansicht erspart.
Themes und Bedienkomfort
Themes sind reine Optik, machen aber durchaus etwas aus, wenn du den ganzen Tag auf die Tastatur schaust. Wichtiger im Alltag sind Dinge wie die Tastengröße, ein gut erreichbarer Einhandmodus, haptisches Feedback und eine angenehme Höhe. Solche Kleinigkeiten merkst du erst nach ein paar Stunden Nutzung, deshalb lohnt es sich, eine neue Tastatur nicht nach fünf Minuten zu verwerfen. Auf größeren Handys hilft ein verschiebbarer oder geteilter Modus, damit beide Daumen die Tasten gut erreichen. Wer abends viel schreibt, profitiert von einem ruhigen, dunklen Design, das die Augen weniger anstrengt.
Datenschutz: Was eine Tastatur über dich weiß
Dieser Punkt wird oft übersehen, ist aber der wichtigste. Eine Tastatur ist keine harmlose App. Sie sieht jedes Zeichen, das du eingibst, und das schließt mehr ein, als den meisten bewusst ist.
Wenn du eine neue Tastatur aktivierst, zeigt Android selbst eine deutliche Warnung an. Darin steht sinngemäß, dass die Tastatur alles erfassen kann, was du tippst, einschließlich persönlicher Daten wie Passwörter und Kreditkartennummern. Diese Warnung ist kein Formfehler, sondern eine ehrliche Beschreibung dessen, was technisch möglich ist. Nimm sie ernst und installiere nur Tastaturen von Anbietern, denen du vertraust.
Wie die bekannten Tastaturen damit umgehen, unterscheidet sich:
- Gboard kann Daten über die von dir getippten Wörter an Google senden, um Vorschläge und Korrektur zu verbessern. Diese Übermittlung lässt sich in den Einstellungen der App über den Punkt Nutzungsstatistik teilen abschalten. Wer Gboard nutzt, sollte diese Option einmal bewusst prüfen.
- SwiftKey speichert deine Lerndaten lokal auf dem Gerät, solange du dich nicht mit einem Microsoft-Konto anmeldest. Erst mit der Anmeldung synchronisiert die App deinen Schreibstil über die Cloud. Du hast also die Wahl, ob du den Komfort der Synchronisation möchtest oder lieber alles auf dem Gerät behältst.
- Quelloffene Tastaturen ohne Internet-Berechtigung können schlicht nichts senden. Ihnen fehlt der Zugriff auf das Netz, sodass jedes getippte Wort technisch gar nicht erst das Gerät verlassen kann. Das ist die zuverlässigste Form von Datenschutz, weil sie nicht auf Versprechen, sondern auf fehlenden Berechtigungen beruht.
Ein praktischer Schritt vor jeder Installation: Jede Tastatur im Play Store hat einen Abschnitt zur Datensicherheit. Dort steht, welche Daten die App erfasst, ob sie geteilt werden und wofür. Diesen Abschnitt zu lesen kostet eine Minute und sagt oft mehr als jede Werbebeschreibung. Wenn dort viel erfasst und geteilt wird, du das aber nicht möchtest, ist das ein guter Grund, sich nach einer datensparsameren Alternative umzusehen.
Ein vernünftiger Mittelweg
Du musst dich nicht zwischen Komfort und Datenschutz entscheiden, als gäbe es nur Schwarz oder Weiß. Viele Menschen nutzen im Alltag eine bequeme Tastatur mit guter Vorhersage und halten daneben eine schlichte Offline-Tastatur für sensible Eingaben bereit. Über das kleine Tastatursymbol in der Navigationsleiste wechselst du in Sekunden. Für Passwörter ist ohnehin ein Passwort-Manager die bessere Wahl, weil er Zugangsdaten direkt einfügt und du sie gar nicht erst tippen musst.
Unter dem Strich gilt: Wähle die Tastatur, die sich für deine Finger richtig anfühlt, aber wirf vorher einen Blick auf die Berechtigungen und die Datensicherheit. Eine ehrliche Entscheidung mit offenen Augen ist mehr wert als die Tastatur mit den meisten Funktionen.
Für wen sich welche Tastatur lohnt
Wenn du dir die Auswahl leichter machen willst, hilft es, in groben Nutzertypen zu denken, statt jede einzelne Funktion gegeneinander abzuwägen.
- Du willst einfach eine gute Standardtastatur, die ohne Nachdenken funktioniert. Dann ist eine ausgereifte Allrounder-Tastatur mit zuverlässiger Wischeingabe und Vorhersage die naheliegende Wahl. Schalte einmal die Datenfreigabe in den Einstellungen durch und mache dir danach keine Gedanken mehr.
- Dir ist Datenschutz wirklich wichtig. Dann führt der Weg zu einer quelloffenen Tastatur ohne Internet-Berechtigung. Du verzichtest auf Cloud-Komfort und manche Spielerei, bekommst dafür aber die Gewissheit, dass nichts dein Gerät verlässt.
- Du schreibst viel und in mehreren Sprachen. Dann achte vor allem auf eine starke Mehrsprachigkeit ohne ständiges Umschalten und auf ein persönliches Wörterbuch, das deine Fachbegriffe lernt.
- Du hast ein älteres oder schwächeres Handy. Dann ist eine schlanke, ressourcensparende Tastatur oft angenehmer als ein Funktionspaket, das den Speicher belastet und beim Tippen kurz hängt.
Egal, für welchen Typ du dich hältst, du kannst deine Wahl jederzeit ändern. Eine Tastatur ist schnell installiert und schnell wieder gewechselt, also kostet das Ausprobieren wenig außer ein paar Tagen Eingewöhnung. Nimm dir die Zeit, denn diese App begleitet dich wirklich den ganzen Tag.
Häufige Fragen
Welche Tastatur App für Android ist die beste ohne Datensammlung?
Aus unserer Sicht sind FlorisBoard, OpenBoard und AnySoftKeyboard die besten Optionen ohne Datensammlung. Alle drei sind quelloffen, laufen komplett offline und verlangen keinen Internetzugriff. Wer es besonders schlank mag, greift zu Simple Keyboard. So bleibt jedes getippte Wort auf deinem Gerät.
Wie wechsle ich auf Android die Standardtastatur?
Installiere zuerst die neue Tastatur aus dem Play Store. Öffne dann die Einstellungen, gehe zu System und dann zu Sprachen und Eingabe, dort zu Bildschirmtastatur. Aktiviere die neue App und wähle sie als Standard. Beim nächsten Tippen kannst du über das kleine Tastatursymbol jederzeit umschalten.
Welche Android Tastatur hat die beste Wischeingabe?
Gboard und SwiftKey liefern die treffsicherste Wischeingabe im Test. Beide erkennen auch lange Wörter zuverlässig und korrigieren sauber nach. FlorisBoard ist die beste datensparsame Alternative mit ordentlichem Wischen. Reine Tipp-Apps wie OpenBoard verzichten dagegen bewusst auf diese Funktion.
Sind kostenlose Tastatur Apps sicher?
Das hängt stark vom Anbieter ab. Eine Tastatur sieht alles, was du tippst, also auch Passwörter. Bei bekannten Apps wie Gboard oder SwiftKey ist das Risiko gering, dafür fließen Daten an große Konzerne. Wer ganz sichergehen will, nutzt eine quelloffene Tastatur ohne Internetzugriff wie FlorisBoard. Mehr zum Thema findest du bei unseren Widgets Apps und in der Personalisierung.
Woran erkenne ich, ob eine Tastatur meine Eingaben ins Internet sendet?
Zwei Hinweise helfen weiter. Erstens steht im Play Store bei jeder App ein Abschnitt zur Datensicherheit, der zeigt, welche Daten erfasst und geteilt werden. Zweitens kannst du in den Android-Einstellungen unter Apps die Berechtigungen einer Tastatur prüfen. Eine quelloffene Tastatur ohne Internet-Berechtigung kann technisch nichts senden, weil ihr schlicht der Zugriff fehlt.
Kann ich für Passwörter eine andere Tastatur nutzen?
Ja. Android merkt sich pro Tippvorgang nicht, welche Tastatur aktiv ist, also kannst du über das kleine Tastatursymbol in der Navigationsleiste jederzeit umschalten. Wer mag, hält eine datensparsame Offline-Tastatur wie OpenBoard oder Simple Keyboard für sensible Eingaben bereit und nutzt sonst die gewohnte Komfort-Tastatur. Noch sicherer ist ein Passwort-Manager, der Zugangsdaten direkt einfügt, ohne dass du sie tippst.