Aktualisiert am 7. August 2026: Bewertungen, Rezensionszahlen, Installationen, Preise sowie Werbe- und In-App-Kauf-Kennzeichnungen neu aus den deutschen Play-Store-Einträgen gelesen, der Eintrag zu Element auf die aktuelle App Element X umgestellt.
Unten stehen zwölf Messenger, jeder mit Bewertung, Preis, Kennzeichnung, Anbieter und Link aus seinem eigenen deutschen Play-Store-Eintrag. Mehr aus dem Bereich findest du im Überblick Kommunikation.
Für fast alle Kontakte
WhatsApp ist für die meisten die richtige Wahl, weil dort fast alle Kontakte schon sind: 10 Mrd.+ Installationen, 4,5 Sterne aus 242.521.754 Rezensionen, gratis und ohne Werbe-Kennzeichnung, und laut Eintragstext sind persönliche Nachrichten und Anrufe Ende zu Ende verschlüsselt. Der deutlichste Haken: Anbieter ist Meta, und die Datensicherheit nennt Standort, personenbezogene Daten und fünf weitere Typen als erhobene Daten. Überspring sie, wenn du deine Telefonnummer nicht herausgeben willst, denn ohne Nummer läuft hier nichts. Nimm sie statt Signal, wenn deine Kontakte sonst nirgends zu erreichen sind. Ein Vergleich der Weboberflächen steht im Beitrag zu WhatsApp Web Apps.
Dafür: 10 Mrd.+ Installationen laut Eintrag, gleichauf mit Google Messages der höchste Wert hier · persönliche Nachrichten und Anrufe laut Eintragstext Ende zu Ende verschlüsselt · keine Werbe-Kennzeichnung im Eintrag. Dagegen: Kennzeichnung In-App-Käufe · Standort und personenbezogene Daten laut Datensicherheit erhoben · ohne Telefonnummer nicht nutzbar.
↑ Zurück zur VergleichstabelleBeste kostenlose Datenschutzwahl
Signal ist die beste kostenlose Wahl für Datenschutz: 4,6 Sterne aus 2.909.837 Rezensionen, gratis, quelloffen, und die Datensicherheit nennt allein personenbezogene Daten als erhoben, weitergegeben wird nichts. Der deutlichste Haken: Der Eintrag trägt inzwischen die Kennzeichnung In-App-Käufe, und mit 100 Mio.+ Installationen erreichst du nur einen Bruchteil der WhatsApp-Kontakte. Der Anbieter schreibt auf seiner deutschen Startseite: "Signal enthält keine Werbung, kein Affiliate-Marketing und kein Tracking." (signal.org, geprüft am 7. August 2026). Überspring sie, wenn du niemanden zum Wechseln bewegen kannst. Nimm sie statt WhatsApp, sobald ein Gespräch niemanden sonst etwas angeht.
Dafür: Datensicherheit meldet keine Weitergabe an Dritte · 4,6 Sterne aus 2.909.837 Rezensionen · quelloffenes Protokoll laut Eintragstext. Dagegen: Kennzeichnung In-App-Käufe · nur 100 Mio.+ Installationen · Anmeldung nur mit Telefonnummer.
↑ Zurück zur VergleichstabelleKanäle und sehr große Gruppen
Telegram ist die Wahl für Kanäle und sehr große Gruppen: 1 Mrd.+ Installationen, gratis mit der Kennzeichnung In-App-Käufe, und dein Verlauf liegt laut Eintragstext in der Cloud statt auf dem Gerät. Der deutlichste Haken: Normale Chats sind nicht Ende zu Ende verschlüsselt. Telegram schreibt dazu in den eigenen FAQ, im englischen Original: "Messages in Secret Chats use client-client encryption, while Cloud Chats use client-server/server-client encryption and are stored encrypted in the Telegram Cloud" (telegram.org/faq, geprüft am 7. August 2026). Überspring die App für vertrauliche Themen, wenn du den geheimen Chat nicht jedes Mal bewusst startest. Nimm sie statt Discord, wenn du an ein großes Publikum senden willst.
Dafür: Verlauf und Dateien laut Eintragstext auf allen Geräten synchron · Kanäle und Gruppen für sehr viele Mitglieder · 1 Mrd.+ Installationen. Dagegen: Cloud-Chats laut Anbieter nicht Ende zu Ende verschlüsselt · Kennzeichnung In-App-Käufe · Altersfreigabe USK ab 18 Jahren.
↑ Zurück zur VergleichstabelleOhne Telefonnummer
Threema ist die Nischenwahl ohne Telefonnummer: Statt Nummer oder E-Mail-Adresse dient laut Eintragstext eine zufällig erzeugte Threema-ID als Kennung, alles ist Ende zu Ende verschlüsselt, die Server stehen in der Schweiz, und die Datensicherheit meldet Keine Daten erhoben. Der deutlichste Haken: Sie kostet einmalig 6,49 Euro, und mit 4,0 Sternen aus 75.550 Rezensionen liegt sie unter Signal. Überspring sie, wenn du für einen Messenger nichts bezahlen willst. Nimm sie statt Signal, wenn du nicht einmal dem Anbieter deine Telefonnummer geben möchtest.
Dafür: Datensicherheit meldet Keine Daten erhoben · anonyme Nutzung ohne Telefonnummer und ohne E-Mail-Adresse laut Eintragstext · keine Werbe- und keine In-App-Kauf-Kennzeichnung. Dagegen: Einmalpreis von 6,49 Euro · nur 75.550 Rezensionen, entsprechend wenig verbreitet · 4,1 Sterne, ein halber Stern weniger als Signal.
↑ Zurück zur VergleichstabelleFür Facebook und Instagram
Der Facebook Messenger, im deutschen Store schlicht als Messenger geführt, lohnt sich, wenn dein Umfeld auf Facebook und Instagram unterwegs ist: 5 Mrd.+ Installationen, gratis, ohne Werbe-Kennzeichnung, 4,6 Sterne aus 113.797.643 Rezensionen. Der deutlichste Haken: Die Datensicherheit nennt personenbezogene Daten und Geräte-IDs als an Dritte weitergegeben und dazu Standort, personenbezogene Daten und zwölf weitere Typen als erhoben, der breiteste Datenzugriff dieser Liste. Überspring ihn, wenn dir Datensparsamkeit wichtig ist. Nimm ihn statt Threema, wenn deine Freunde nur dort antworten.
Dafür: 4,6 Sterne aus 113.797.643 Rezensionen · Chats mit Instagram-Kontakten laut Eintragstext · selbstlöschende, Ende zu Ende verschlüsselte Chats laut Eintragstext. Dagegen: Personenbezogene Daten und Geräte-IDs laut Datensicherheit an Dritte weitergegeben · zwölf weitere erhobene Datentypen · Kennzeichnung In-App-Käufe.
↑ Zurück zur VergleichstabelleCommunitys und Sprachkanäle
Discord ist die Wahl für Communitys und Sprachkanäle: Server trennen Themen sauber, dazu kommen Sprachrunden und Bildschirmübertragung, alles laut Eintragstext. Gratis, mit der Kennzeichnung In-App-Käufe, 4,3 Sterne aus 6.985.366 Rezensionen. Der deutlichste Haken: Der Eintragstext nennt keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die Datensicherheit gibt Geräte-IDs an Dritte weiter, und die Altersfreigabe steht bei USK ab 18 Jahren. Überspring es, wenn du nur zu zweit schreiben willst, dafür wirkt die App überladen. Nimm es statt Telegram, wenn deine Gruppe getrennte Kanäle und Sprachrunden braucht.
Dafür: Server und Kanäle trennen Themen sauber · Sprachrunden und Bildschirmübertragung laut Eintragstext · 500 Mio.+ Installationen. Dagegen: Keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Eintragstext · Geräte-IDs laut Datensicherheit an Dritte weitergegeben · Altersfreigabe USK ab 18 Jahren.
↑ Zurück zur VergleichstabelleOffenes Matrix-Netz
Achtung, hier stand bisher etwas Veraltetes: Das Paket im.vector.app heißt im deutschen Play Store am 7. August 2026 Element Classic und beschreibt sich im eigenen Eintragstext als Vorgängergeneration, die nur noch Sicherheitsupdates bekommt. Aktuell ist Element X, gratis und ohne Werbe- und ohne In-App-Kauf-Kennzeichnung, aber erst 3,4 Sterne aus 1.646 Rezensionen bei 500.000+ Installationen. Der deutlichste Haken: Die Datensicherheit nennt personenbezogene Daten, Nachrichten und vier weitere Typen als erhoben. Überspring sie, wenn du eine fertige Lösung ohne Serverfragen willst. Nimm sie statt Wire, wenn dir das offene Matrix-Netz oder ein eigener Server wichtig ist.
Dafür: Offener Matrix-Standard, laut Eintragstext mit anderen Matrix-Apps kompatibel · quelloffen, Quellcode laut Eintragstext auf GitHub · keine Werbe- und keine In-App-Kauf-Kennzeichnung. Dagegen: Nur 3,4 Sterne aus 1.646 Rezensionen · Nachrichten laut Datensicherheit unter den erhobenen Daten · die alte App Element Classic bekommt laut Eintragstext keine neuen Funktionen mehr.
↑ Zurück zur VergleichstabelleDer SMS-Nachfolger
Google Messages ist der natürliche SMS-Nachfolger: auf vielen Android-Handys vorinstalliert, gratis, ohne Werbe- und ohne In-App-Kauf-Kennzeichnung, 4,5 Sterne aus 46.192.830 Rezensionen. Mit RCS verschickst du laut Eintragstext Fotos in guter Qualität und chattest Ende zu Ende verschlüsselt. Der deutlichste Haken: Die Datensicherheit nennt Standort, personenbezogene Daten und Geräte-IDs als an Dritte weitergegeben, und die Verschlüsselung greift nur zwischen Google-Messages-Nutzern. Überspring sie, wenn du Google-Dienste meidest. Nimm sie statt WhatsApp, wenn deine Kontakte ohnehin nur SMS schreiben. Mehr dazu im Ratgeber SMS Apps.
Dafür: Keine Werbe- und keine In-App-Kauf-Kennzeichnung · RCS-Chats laut Eintragstext Ende zu Ende verschlüsselt · unabhängige Sicherheitsüberprüfung im Abschnitt Datensicherheit vermerkt. Dagegen: Standort und personenbezogene Daten laut Datensicherheit an Dritte weitergegeben · Verschlüsselung nur zwischen Google-Messages-Nutzern · acht weitere erhobene Datentypen.
↑ Zurück zur VergleichstabelleAnrufe ins Ausland
Viber, im deutschen Store als Rakuten Viber Messenger geführt, ist die Wahl für Anrufe ins Ausland: kostenlose Anrufe zwischen Viber-Nutzern, dazu kostenpflichtige Gespräche ins Festnetz über Viber Out, beides laut Eintragstext. Der deutlichste Haken: Der Eintrag trägt die Kennzeichnung Enthält Werbung, dazu In-App-Käufe, und die Datensicherheit gibt Standort, personenbezogene Daten und zwei weitere Typen an Dritte weiter. 4,0 Sterne aus 16.690.902 Rezensionen. Überspring ihn, wenn du keine Werbung in der Chat-App willst. Nimm ihn statt WhatsApp, wenn deine Familie im Ausland ohnehin Viber nutzt.
Dafür: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung laut Eintragstext standardmäßig für Einzelchats, Gruppenchats und Anrufe · kostenlose Anrufe zwischen Viber-Nutzern weltweit · 1 Mrd.+ Installationen. Dagegen: Kennzeichnung Enthält Werbung · Standort laut Datensicherheit an Dritte weitergegeben · 4,0 Sterne, der niedrigste Wert unter den Apps mit 1 Mrd.+ Installationen hier.
↑ Zurück zur VergleichstabelleKleine Teams
Wire richtet sich an kleine Teams mit europäischem Datenschutzanspruch: gratis für den privaten Gebrauch, ohne Werbe- und ohne In-App-Kauf-Kennzeichnung, Anbieter ist die Wire Swiss GmbH, und laut Datensicherheit gibt die App nichts an Dritte weiter. Der deutlichste Haken ist die Bewertung: 2,4 Sterne aus 36.812 Rezensionen, der schwächste Wert dieser Liste. Überspring sie, wenn dich eine so niedrige Bewertung abschreckt. Nimm sie statt Element X, wenn du Gästezugänge und eine Firmenlösung brauchst.
Dafür: Datensicherheit meldet keine Weitergabe an Dritte · keine Werbe- und keine In-App-Kauf-Kennzeichnung · Gästezugänge und selbstlöschende Nachrichten laut Eintragstext. Dagegen: 2,4 Sterne aus 36.812 Rezensionen, der schwächste Wert hier · nur 5 Mio.+ Installationen · der Eintragstext richtet sich vor allem an Unternehmen.
↑ Zurück zur VergleichstabelleOhne Konto und ohne Nummer
Session geht beim Datenschutz am weitesten: kein Konto, keine Telefonnummer, laut Eintragstext ein dezentrales Netz, das deine Metadaten unkenntlich macht, und die Datensicherheit meldet Keine Daten erhoben. Gratis, der Eintrag trägt aber die Kennzeichnung In-App-Käufe. Der deutlichste Haken: Mit 34.292 Rezensionen und 5 Mio.+ Installationen erreichst du damit kaum jemanden aus deinem Umfeld. Überspring sie, wenn niemand mitzieht. Nimm sie statt Threema, wenn du dasselbe Maß an Anonymität ohne Kaufpreis willst.
Dafür: Datensicherheit meldet Keine Daten erhoben · laut Eintragstext ohne Telefonnummer und ohne zentrale Server nutzbar · 4,7 Sterne, der beste Wert dieser Liste. Dagegen: Kennzeichnung In-App-Käufe · nur 34.292 Rezensionen · zuletzt am 09.07.2026 aktualisiert, der älteste Eintrag dieser Liste.
↑ Zurück zur VergleichstabelleBilder statt Text
Snapchat ist der Messenger für alle, die lieber Bilder als Text schicken: verschwindende Snaps, Linsen und Filter, 1 Mrd.+ Installationen, 4,1 Sterne aus 39.709.824 Rezensionen. Der deutlichste Haken: Der Eintrag trägt die Kennzeichnung Enthält Werbung und In-App-Käufe, der Eintragstext nennt keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, und die Datensicherheit führt Standort, personenbezogene Daten und neun weitere Typen als erhoben. Überspring ihn für vertrauliche Gespräche. Nimm ihn statt Facebook Messenger, wenn deine Freunde dort sind und es vor allem um Fotos geht.
Dafür: Kamera, Linsen und Filter laut Eintragstext im Mittelpunkt · Videochat mit bis zu 16 Freunden laut Eintragstext · 1 Mrd.+ Installationen. Dagegen: Kennzeichnung Enthält Werbung · keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Eintragstext · Standort und personenbezogene Daten laut Datensicherheit erhoben.
↑ Zurück zur VergleichstabelleEs gibt nicht den einen besten Messenger, sondern nur den passenden für deine Situation. Bevor du dich auf eine Liste von Funktionen stürzt, lohnt sich ein nüchterner Blick auf drei Fragen. Erstens: Wen willst du erreichen? Ein Messenger ist nur so nützlich wie die Menschen, die ihn nutzen. Zweitens: Wie sensibel sind deine Gespräche? Eine kurze Verabredung zum Kaffee stellt andere Anforderungen als ein Gespräch über Gesundheit, Geld oder berufliche Interna. Drittens: Welchen Aufwand bist du bereit zu treiben? Mehr Datenschutz bedeutet manchmal, dass du Kontakte überzeugen oder eine zweite App installieren musst.
Praktisch heißt das oft, dass mehrere Apps nebeneinander Sinn ergeben. Viele Menschen nutzen eine weit verbreitete App für den Alltag und eine besonders datenschutzfreundliche App für vertrauliche Themen. Das ist kein Widerspruch, sondern eine vernünftige Aufteilung. Achte zusätzlich auf das Geschäftsmodell, denn es verrät viel darüber, womit ein Anbieter sein Geld verdient. Eine Stiftung, ein einmaliger Kaufpreis und ein werbefinanzierter Konzern verfolgen unterschiedliche Interessen, und das wirkt sich auf den Umgang mit deinen Daten aus.
Beim Thema Datenschutz halten sich viele Halbwahrheiten. Zwei Begriffe entscheiden in der Praxis fast alles: die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (kurz E2E) und die Metadaten. Es lohnt sich, beide auseinanderzuhalten, weil sie unterschiedliche Dinge schützen.
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet, dass nur du und dein Gegenüber die Nachrichten lesen könnt. Selbst der Anbieter, dessen Server die Nachricht weiterleitet, kann den Inhalt nicht entschlüsseln. Das ist der wichtigste technische Schutz für das, was tatsächlich in einer Nachricht steht. Entscheidend ist dabei, ob diese Verschlüsselung standardmäßig aktiv ist oder ob du sie erst bewusst einschalten musst.
Metadaten sind nicht der Inhalt, sondern die Begleitinformationen: wer mit wem, wann, wie oft und von wo aus schreibt. Auch wenn der Text verschlüsselt ist, können Metadaten ein erstaunlich genaues Bild zeichnen. Genau hier unterscheiden sich die Apps stark, denn manche Anbieter speichern fast nichts, während andere viel über dein Kommunikationsverhalten erfahren.
Daraus folgt eine einfache, ehrliche Regel: Die richtige Wahl hängt davon ab, wen du erreichst und wie sensibel das Gespräch ist. Für eine harmlose Terminabsprache mit jemandem, der nur WhatsApp nutzt, ist WhatsApp völlig in Ordnung. Für ein vertrauliches Gespräch ist eine App mit standardmäßiger Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und wenigen Metadaten die bessere Entscheidung. Und wenn dein Gegenüber bei Telegram bleibt, solltest du wissen, dass nur der bewusst gestartete geheime Chat den vollen Schutz bietet.
Verschlüsselung ist nur die halbe Miete. Mindestens genauso wichtig ist, wie du eine App im Alltag absicherst. Ein paar Gewohnheiten helfen unabhängig davon, für welchen Messenger du dich entscheidest.
Zum ehrlichen Bild gehört auch der rechtliche Rahmen, ohne dass dies eine Rechtsberatung ersetzt. Wer einen Messenger geschäftlich oder im Verein einsetzt, sollte beim Thema Datenschutz genauer hinsehen, etwa bei der Frage, ob das automatische Auslesen des Adressbuchs mit den Kontaktdaten Dritter vereinbar ist. Apps mit europäischem Bezug oder ohne Pflicht zur Telefonnummer können hier praktische Vorteile bieten. Beachte außerdem das Mindestalter, das viele Dienste in ihren Bedingungen vorsehen, besonders relevant bei der Nutzung durch Kinder und Jugendliche. Und denke daran, dass Verschlüsselung dich nicht von der Verantwortung für den Inhalt entbindet. Was du verschickst, weiterleitest oder in Gruppen teilst, bleibt deine Sache, technische Sicherheit hin oder her.
In Sachen Datenschutz liegen Signal und Threema vorn. Signal ist gratis und quelloffen und meldet im Abschnitt Datensicherheit keine Weitergabe an Dritte, Threema kommt ohne Telefonnummer aus, kostet einmalig 6,49 Euro und meldet Keine Daten erhoben. Beide verschlüsseln laut Eintragstext alles Ende zu Ende. Für maximale Anonymität ohne Nummer und ohne Kaufpreis ist auch Session einen Blick wert, Stand 7. August 2026.
Gratis herunterladen kannst du alle Apps dieser Liste außer Threema, das einmalig 6,49 Euro kostet, Stand 7. August 2026. Ganz ohne Werbe- und ohne In-App-Kauf-Kennzeichnung sind im deutschen Play Store nur Threema, Element X, Google Messages und Wire. WhatsApp, Signal, Telegram, Facebook Messenger, Discord und Session tragen die Kennzeichnung In-App-Käufe, Viber und Snapchat zusätzlich Enthält Werbung.
Ja, das ist auf Android problemlos möglich und in der Praxis sogar üblich. Viele Nutzer haben WhatsApp für die Familie, Signal für Datenschutz und Telegram für Kanäle parallel installiert. Achte nur auf den Akku, denn jede App im Hintergrund verbraucht etwas Energie und Datenvolumen.
Google Messages mit RCS ist der natürliche SMS-Nachfolger, weil es auf vielen Handys vorinstalliert ist und laut Eintragstext verschlüsselte Chats, Bilder in guter Qualität und Lesebestätigungen bietet, gratis und ohne Werbe-Kennzeichnung, Stand 7. August 2026. Eine klassische SMS ist dagegen gar nicht verschlüsselt und lässt sich auf dem Übertragungsweg grundsätzlich mitlesen. Wer mehr Funktionen möchte, greift zu WhatsApp oder Signal.
Nein. Die normalen Cloud-Chats bei Telegram sind nicht Ende zu Ende verschlüsselt, sie liegen verschlüsselt auf den Servern, doch der Anbieter könnte technisch darauf zugreifen. Nur die geheimen Chats sind echt Ende zu Ende verschlüsselt, und die musst du für jedes Gespräch bewusst starten. Für besonders vertrauliche Inhalte ist das wichtig zu wissen.
Metadaten sind nicht der Inhalt deiner Nachrichten, sondern die Begleitinformationen: wer mit wem, wann und wie oft schreibt. Selbst wenn der Text Ende zu Ende verschlüsselt ist, kann ein Anbieter über Metadaten viel über dein Kommunikationsverhalten erfahren. Hier unterscheiden sich die Apps deutlich, Signal speichert sehr wenig, Meta-Dienste wie WhatsApp deutlich mehr.
Threema und Session. Threema nutzt laut Eintragstext eine zufällig erzeugte Threema-ID statt Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und kostet einmalig 6,49 Euro. Session braucht laut Eintragstext weder Konto noch Nummer und ist gratis, der Eintrag trägt aber die Kennzeichnung In-App-Käufe. Beide melden im Abschnitt Datensicherheit Keine Daten erhoben, stand 7. August 2026. Alle anderen Apps dieser Liste verlangen eine Telefonnummer oder ein Konto.
Im deutschen Play Store tragen am 7. August 2026 nur Viber und Snapchat die Kennzeichnung Enthält Werbung. Die anderen zehn Apps dieser Liste tragen sie nicht. Das heißt nicht, dass sie nichts verdienen: Hinter WhatsApp und Facebook Messenger steht Meta, und die Datensicherheit beider Einträge nennt eine breite Palette erhobener Daten.
Die alte Element App unter dem Paketnamen im.vector.app heißt im deutschen Play Store am 7. August 2026 Element Classic und beschreibt sich im eigenen Eintragstext als Vorgängergeneration, die nur noch Sicherheitsupdates erhält. Wer heute mit dem offenen Matrix-Netz starten will, nimmt Element X, gratis und ohne Werbe-Kennzeichnung, allerdings erst mit 3,2 Sternen aus 1.646 Rezensionen.